Leishmaniose bei Hunden

Was ist Leishmaniose?

Leismaniose Überträger

Die Leishmaniose ist eine ernstzunehmende Infektionserkrankung des Hundes, die chronisch verläuft, nicht heilbar ist und unbehandelt tödlich enden kann. Sie gilt als klassische Reise- oder Mittelmeerkrankheit. Denn die Krankheitserreger (fachspr. Leishmania infantum) werden von speziellen Mücken beim Blutsaugen übertragen. Diese sehr kleine Mückenart – die Sandmücke – lebt bevorzugt in wärmeren Regionen in Süd- und Südosteuropa, aber auch in den Tropen. In Gebieten wie Süditalien, Portugal oder Griechenland sind geschätzt etwa 20 bis 60 Prozent der dort lebenden Hunde mit Leishmaniose infiziert.1

Was sind Anzeichen für eine Leishmaniose?

Bei Hunden, die mit den Erregern infiziert wurden, können bis zum möglichen Ausbruch der Erkrankung Monate oder sogar Jahre vergehen. Häufig werden zuerst Hautläsionen im Bereich der Stichstelle bemerkt. Weitere Symptome können im Verlauf der Erkrankung unter anderem als Entzündungen der Haut, örtlich begrenzter Haarverlust (häufig im Gesicht mit Haarverlust rund um die Augen wie „Brillenbildung“), geschwollene Lymphknoten, Gewichtsverlust oder Augenentzündungen auftreten. Die Leishmaniose kann sich beim Hund in unterschiedlichen Verlaufsformen von mild bis lebensbedrohlich entwickeln. Durch eine dauerhafte und intensive medizinische Begleitung können erkrankte Hunde häufig stabilisiert und Symptome gelindert werden, heilbar ist die Krankheit jedoch nicht, da der Erreger im Hund nicht getilgt werden kann.

Welche Hunde sind besonders gefährdet?

Grundsätzlich gefährdet sind alle Hunde, die in Risikogebieten leben oder dort vorübergehend Zeit verbringen, etwa weil sie ihre Familie in den Urlaub in mediterrane Gebiete begleiten.

Zudem sind viele Hunde bereits mit Leishmaniose infiziert, die aus Ländern, in denen die Leishmaniose weit verbreitet ist, nach Deutschland importiert werden. Hier finden Sie ein Fallbeispiel von einem erkrankten Hund, der aus dem Ausland adoptiert wurde: https://www.magazin.bayer.de/de/tiere-aus-dem-urlaub.aspx

Wie kann man seinen Hund vor Leishmaniose schützen?

Um Hunde vor einer Ansteckung mit Leishmaniose zu schützen, spielt die Vorbeugung eine wichtige Rolle. Die gute Nachricht: Seresto® verringert das Infektionsrisiko für den durch Sandmücken übertragenen Erreger Leishmania infantum über einen Zeitraum von bis zu acht Monaten!

Anders als die meisten Spot-on-Präparate, die nach einigen Wochen erneut aufgetragen werden müssen, bleibt Seresto® bis zu acht Monate wirksam und bietet damit eine bequeme Methode, das Risiko für eine Infektion mit Leishmanien zu reduzieren.

Als Hundebesitzer können Sie außerdem noch weitere, zusätzliche Vorsichts- und Verhaltensmaßnahmen ergreifen, um das Risiko für den Hund, an einer Leishmaniose zu erkranken, weiter zu senken. Da Sandmücken vor allem in der Abenddämmerung und den frühen Morgenstunden aktiv sind, sollten sich Hunde ab Sonnenuntergang und nachts nicht mehr im Freien aufhalten. Engmaschige Insektenschutznetze an Fenstern und Türöffnungen helfen am Urlaubsort zusätzlich, die fliegenden Blutsauger während der Mückensaison von ca. Mai bis Oktober möglichst draußen zu halten.

 

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1 Naucke T (2007): Leishmaniose – Einzug in Deutschland, Tierärztl. Umschau 62: 495-500.