Haarlinge bei Hunden

HaarlingeTrichodectes canis

Flöhe und Zecken sind weit verbreitet und vielen Tierhaltern ein Begriff – Haarlinge beim Hund sind hingegen nicht jedem bekannt, obwohl auch sie europaweit vorkommen. In bestimmten europäischen Ländern wie Skandinavien sind Läuse und Haarlinge sogar sehr bedeutende Ektoparasiten bei Hunden und Katzen, während ein Befall mit Flöhen in diesen Gebieten kaum vorkommt.

Haarlinge sind eng verwandt mit Läusen. Die Parasiten ernähren sich jedoch im Gegensatz zu Läusen nicht vom Blut, sondern z.B. von den Hautschuppen ihrer Wirte. In Deutschland ist für Hunde vor allem der Hundehaarling (Trichodectes canis) von Bedeutung.

Gut zu wissen: Haarlinge sind wirtsspezifisch, das heißt, sie bleiben auf dem Hund – Menschen können sich nicht anstecken!

Woran erkenne ich Haarlinge?

Haarlinge sind meist schon mit bloßem Auge im Fell des Hundes zu erkennen. In ausgewachsenem Zustand sind sie etwa 2 mm groß und haben eine gelbliche Farbe. Ihre Körperform ist oval und sie besitzen einen breiten Kopf mit gut ausgebildetem Kiefer. Haarlinge sind häufig im Rücken- und Kopfbereich des Tieres zu finden und bewegen sich einigermaßen flink im Fell des Hundes.

Wann und wo kommen Haarlinge vor?

Haarlinge beim Hund sind ganzjährig aktiv. Sie leben im warmen Fell der Tiere und finden dort Nahrung im Überfluss. Die Parasiten können ohne einen Wirt nicht lange überleben. Siebleiben daher auf ihrem Vierbeiner und wechseln den Hund nur zur Besiedlung neuer Wirte.

Wie vermehren sich Haarlinge?

Haarlinge leben bis zu 6 Wochen und verbringen ihren gesamten Lebenszyklus auf dem Wirt. Die weiblichen Haarlinge legen bis zu 100 Eier auf dem Hund ab und kleben diese als sogenannte Nissen am Haaransatz mit einer gelblichen Masse fest. Nach ca. ein bis zwei Wochen schlüpfen aus den Eiern die Haarlingslarven. Diese durchlaufen drei Larvenstadien auf ihrem Wirtstier und entwickeln sich dann zu erwachsenen Haarlingen. Die gesamte Entwicklung dauert ca. 30 Tage.

Entwicklungszyklus Haarlinge

Warum sind Haarlinge ein Problem?

Die lästigen Parasiten können mit ihren Bissen einen starken Juckreiz bei Hunden auslösen und eine Beeinträchtigung für das Wohlbefinden des Hundes darstellen. Die Vierbeiner kratzen sich dann mitunter so stark, dass Wunden entstehen, die sich infizieren können. Außerdem können Haarlinge (so wie Flöhe) auch den Gurkenkernbandwurm auf Hunde übertragen. Das geschieht, wenn infizierte Haarlinge beispielsweise bei der Fellpflege vom Hund verschluckt werden. Ein Haarlingsbefall bei Hunden sollte deshalb immer behandelt werden.



Was kann man gegen Haarlinge tun?Grafik: Was tun gegen Haarlinge Wie wirkt Seresto gegen Haarlinge?Grafik: Wie wirkt Seresto gegen Haarlinge?