Flöhe bei Hunden

Ctenocephalides canis

Flöhe gehören zu den bekanntesten Parasiten weltweit und begleiten die Menschheit bereits seit vielen Jahrhunderten. Sie gehören zu den flügellosen Insekten und ernähren sich vom Blut ihrer Wirte. Als Überträger des Pesterregers erlangten die Blutsauger im 14. Jahrhundert traurige Berühmtheit und verursachten die bisher größte Epidemie in Europa, der bis zu 25 Mio. Menschen zum Opfer fielen. Auch heute noch können Flöhe Krankheiten bzw. deren Erreger auf Menschen und Tiere übertragen und ihre Stiche starke Allergien auslösen.

Weltweit gibt es über 2.000 Floharten, etwa 70 davon in Mitteleuropa. Am verbreitetsten und häufigsten ist hierzulande der Katzenfloh (Ctenocephalides felis), der trotz seines Namens auch Hunde und Menschen befallen kann. Seltener werden Hundeflöhe (Ctenocephalides canis), Menschenflöhe (Pulex irritans) oder Igelflöhe (Archaeopsylla erinacei) beobachtet.

Aussehen – woran erkenne ich einen Floh?

Ein ausgewachsener Floh wird je nach Art etwa 2–4mm groß. Sein Körper ist seitlich abgeflacht und meist bräunlich gefärbt. So kann er sich perfekt getarnt zwischen den Haaren im Fell des Hundes behände fortbewegen. Flöhe besitzen drei Beinpaare, wobei das dritte Bein größer und stärker ausgebildet ist und als sogenanntes Sprungbein dient. Damit kann ein Floh rekordverdächtige Sätze machen und bis zu 20 cm hoch und 50 cm weit springen. Dies entspricht etwa dem zweihundertfachen seiner Körpergröße. Zum Vergleich: Ein Mensch müsste etwa 170 m hoch und 425 m weit springen, um die gleiche Leistung zu erbringen. Kein Wunder, dass ein Floh mit dieser Fähigkeit problemlos auf seine Wirte gelangen kann. Für seine Nahrungsaufnahme besitzt er stechend-saugende Mundwerkzeuge. Flöhe beißen also nicht, sie stechen!

Wann und wo kommen Flöhe vor?

Flöhe sind überall dort zu finden, wo sich auch ihre Wirte aufhalten. Sie bevorzugen dabei vergleichsweise wärmere Orte mit hoher Luftfeuchtigkeit. Bei 25°C fühlen sie sich besonders wohl. Kälte und Trockenheit sind keine guten Bedingungen für die lästigen Parasiten. Neben den warmen Sommermonaten, in denen Flöhe auch in der freien Natur beste Lebens- und Vermehrungsbedingungen finden, sind in Herbst und Winter besonders unsere beheizten Räume bei den Blutsaugern beliebt. Holzböden und Teppiche bieten ihrem Nachwuchs ideale Entwicklungs- und Lebensbedingungen und können in den eigenen vier Wänden eine echte Flohplage begünstigen.

Wie steckt sich mein Hund an?

Ob Welpe oder Hundesenior – Vierbeiner jeden Alters können leicht über die Außenwelt oder durch den Kontakt mit anderen Tieren von Flöhen befallen werden. Ein kurzes gemeinsames Spielen oder Beschnuppern kann da schon ausreichen. Auch Tiere, die zu Besuch ins eigene Heim kommen, können die Parasiten einschleppen. Im Freien können zudem Vogel- oder Igelnester eine Ansteckungsquelle darstellen. Haben sich die Flöhe dann erst einmal in einem Haushalt eingenistet, ist eine wirksame Bekämpfung aufwendig.

Wie vermehren sich Flöhe?

Schon ein einzelner Floh kann eine wahre Flohlawine auslösen: Ein erwachsenes Flohweibchen ist in der Lage, in nur wenigen Tagen mehrere hundert Eier zu legen. Bei einer durchschnittlichen Lebenserwartung von ca. 3 Wochen sind so nach einem Monat aus einem Floh schnell 2.500 geworden!

Abb. Der Entwicklungszyklus von Flöhen

  • Nach der Eiablage rieseln die Floheier aus dem Fell des Hundes in die Umgebung – auf Teppiche, Betten, Böden, Liegeplätze usw.
  • Aus den Floheiern schlüpfen nach 1–10 Tagen Larven. Diese beginnen Flohkot und anderes organisches Material zu fressen und verpuppen sich nach 1–4 Wochen in einem Kokon.
  • Als Flohpuppe kann der Parasit einige Monate in seinem Kokon überdauern, bis er schließlich schlüpft.


Seresto® unterbricht diesen Entwicklungszyklus, indem es nicht nur gegen erwachsene Flöhe bei Hunden, sondern auch gegen Larvenstadien wirkt, die mit behandelten Hunden in Kontakt kommen. So kann die Flohlawine gestoppt werden, bevor sie entsteht.

Ein Flohstich kann beim Wirt zu starkem Juckreiz und Entzündungen an der Einstichstelle führen. Flohspeichel ist zudem hochallergen. Einige enthaltene Bestandteile können Hunde verhältnismäßig leicht sensibilisieren, daher kann sich bei wiederholtem Flohbefall eine schwerwiegende Flohspeichelallergiedermatitis (FAD) entwickeln, die bei dem betroffenen Tier einen hohen Leidensdruck verursacht.  Außerdem ist der Floh ein Überträger des Gurkenkernbandwurms (Dipylidium caninum), der Hunde, Katzen, aber auch den Menschen befallen kann. Dies geschieht, wenn der Hund einen infizierten Floh verschluckt, z.B. bei der Fellpflege bzw. beim Benagen des durch den Flohbefall juckenden Fells. Zu den Krankheitserregern, die durch die Blutsauger auf Hunde übertragen werden können, gehören unter anderem Bakterien wie Bartonellen und Rickettsien.



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